Piratenpartei zur Landtagswahl in Sachsen

Klarmachen zum Ändern!

Piraten-Picknicks

Spaß macht mobil … bei Arbeit, Sport und Spiel

Schätzungsweise insgesamt 25 Piraten und solche, die es werden wollen oder im Herzen schon (längst) sind, im Alter von 7 Monaten bis 60 Jahren fanden sich am Samstag, den 22. August 2009, im Dresdner Alaunpark zu einem entspannt-sportlichen Piraten-Picknick ein.

Der Alaunpark in Dresden-Neustadt ... im Hintergrund die Garnisionskirche

Der Alaunpark in Dresden-Neustadt ... im Hintergrund die Garnisionskirche.

Mitgebrachter Kuchen und Halva waren zwar nicht selbst gebacken, doch selbst gekauft, und zusammen mit indischem Gewürztee und fair gehandeltem mexikanischen Kaffee, spielte das – wortspielmäßig betrachtet – auch keine große Rolle.

Zu Sportfesten gehören Sportwimpel ... oder Fahnen.

Zu Sportfesten gehören Sportwimpel ... oder Fahnen.

Beim Ausprobieren des in Frankreich und Spanien eher von älteren Herren gespielten Kugelspiels Boule (bzw. Petanque) kam es zu ähnlichen Erkenntnissen wie beim Spielen des aus Skandinavien stammenden Kubb (nette Video-Spielanleitung). Kurzum und mit den Worten des Piraten-Sachsen-Vorsitzenden Christian Dahley zu sprechen: es haperte noch an der „Haptik“.

Christian Dahley verbessert gerade seine Haptik ;)

Beim Kubb-Spielen ... Christian verbessert gerade seine Haptik ;)

Vorgemacht haben es den Ü20-Generationen unter den Anwesenden dann die Jüngsten, die ohne große Vorbereitung und technisches Klimbim auf recht unkonventionelle Art und Weise die drei- bis fünfmal so alten „Gegner“ häufig in Erstaunen versetzten. Auch beim „Slicklining“ zeigte man sich schon in bester Form.

Früh übt sich - die Slickline, die ich bisher "Balancier-Seil" nannte ;)

Früh übt sich - die Slickline, die ich bisher "Balancier-Seil" nannte ;)

Gespräche mit Passanten gab es bei diesem Stelldichein von 15 bis rund 19 Uhr etwas weniger als beim „Straßenkampf“, doch dafür intensiver und länger. So erfuhr ich zum Beispiel einige Hintergründe um die Umstrukturierung im Umweltbereich im Zuge der Kreisgebietsreform in Sachsen im Jahr 2008 und deren Auswirkungen auf die inhaltliche Arbeit vor Ort. Selbst aus der Stadt- und Umweltplanungsbranche kommend, wurde mir – so mitten im entspannten Spielen – dann wieder umso klarer, warum es wohl an der Zeit ist, Dinge für die Bevölkerung transparent zu machen und im Anschluss zu ändern.

Wenn ich nicht eine gewisse Allergie gegenüber Zwang hätte, würde ich solche Sport-&-Spiel-Picknicks als monatliche Pflichtveranstaltung ins Programm jeder Partei aufnehmen lassen. Eine entspanntere Atmosphäre sorgt nicht selten für einen weniger verkrampften und dennoch ernsthaften Dialog sowie effizientere Lösungsfindungen.

Michael Winkler

Die K-Fragen der Piraten – heute: Koalitionen

Ich saß gestern gerade zwischen zwei momentanen Landtagsabgeordneten auf einer Wahlforums-Veranstaltung des Kreiselternrates in Chemnitz (Bericht folgt), als 20:18 Uhr eine Nachricht an meinen XING-Mail-Server geschickt wurde, die am nächsten Tag von mir auf meinen Laptop in Dresden abgerufen wurde.

Der Inhalt der betreffenden e-Mail sah so aus (Absender habe ich weggelassen)

Hallo Herr Winkler,

vielleicht können Sie uns ja näher zu dem Plakat aufklären, welches wir bisher leider nur teilweise im Vorbeifahren entziffern konnten. Auf diesem fand sich eine Kombination aus Bündnis 90/DIe Grünen, den Violetten und der Piratenpartei. So richtig schlau wurden wir jedoch nicht daraus, vermuteten ein Zusammengehen, fanden aber auch im Internet nichts dazu.

Fragende Grüße in den Abend hinein.

Das erwähnte Plakat sah aller Wahrscheinlichkeit nach so aus …

Was es nicht alles gibt ...

Was es nicht alles gibt - ein Piraten-Sympathisant veröffentlicht eine persönliche Wunschliste

Die Piraten Sachsen wussten von diesen Postern im Vorfeld, der Poster-Autor ist ja auch nicht zu übersehen und hatte sich vorher angekündigt. Der Autor dieses Blogbeitrags, also ich, hatte bereits selbst Erfahrungen mit solch verwirrenden Wahlplakaten gemacht.

Tja, was tut man in so einem Fall? Eine Strafanzeige stellen wie es die damals „sachbeschädigte“ CDU mir gegenüber getan hat, weil man mir nicht glauben wollte oder konnte, dass ich diese Aktion weder selbst ausgeführt noch angestiftet hatte? Wem nützt es? Wem schadet es?

In meinem Fall letztes Jahr führte es auch dazu, dass ich durch diese Aktion den Landeschef der Partei “Die Violetten” kennenlernte, der mich im Nachhinein angerufen hatte. Insofern können solche Aktionen von „Fans“ auch Vorteilhaftes bewirken, indem sie Menschen miteinander verbinden.

Im konkreten diesjährigen Fall steht jedenfalls fest, dass es keine Koalition mit den Grünen oder den Violetten geben wird. Nicht weil man sich vielleicht nichts zu erzählen hätte, sondern weil es einfache Gedankenaustausche auch tun und man daraus gemeinsame Ideen entwickeln kann, wenn es so sein soll. Und vielleicht hatte der Plakatkünstler vor Erstellung dieses Posters auch Stimmen aus dem Jahr 2019 gehört … keine Ahnung.

Es soll an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden, dass einige in den Piraten Sachsen eher eine Gefahr für die eigene Partei sehen denn einen Kooperationspartner. Grund dafür: die 5-%-Hürde.

Piraten nehmen dies gelassen, denn gerade in der “heißen” Wahlkampfphase ist es wichtiger denn je sich auf eigene Ziele zu konzentrieren statt sich mit Befürchtungen anderer Parteien bzw. vielmehr einzelner Mitglieder daraus zu beschäftigen.

Die Piraten Sachsen sind nicht gegen etwas oder jemanden angetreten, sondern stehen für etwas, wie das Wahlprogramm zeigen dürfte.

In diesem Sinne – herzlichen Dank an alle Unterstützenden und Sympathisierenden – rückblickend und im Voraus …

Michael Winkler.

Mirco da Silva [PIRATEN] @ Kamikaze Radio

Mirco da Silva [PIRATEN] @ Kamikaze Radio http://kamikaze-radio.de/

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Dresden 1 : Nazis 0

Hier ein kurzer Bericht über den gestrigen Abend in Dresden, der
verdeutlichen soll wie es laufen kann, wenn alle Demokraten an einem
Strang ziehen.

Ich kam gegen 18:45 am Theaterplatz (unmittelbar vor dem Zwinger und der Semperoper) an, wo sich schon ein buntes Völkchen locker um das für den Nazi-Totenkult auserkorene Johann-Denkmal verteilte.

Die mitgeführte Piratenflagge erregte schon von weiten Aufsehen, und mir völlig fremde Menschen begrüßten mich mit Ausrufen der Sympathie für die PIRATEN, dass es mir fast schon peinlich war. Aber eben nur fast. ;)

Schnell packte ich das mitgebrachte Werbematerial aus, und besonders
unsere Aufkleber fanden reissenden Absatz.

Nachdem mir von mehreren Anwesenden glaubhaft versichert wurde schon per Briefwahl die PIRATEN gewählt zu haben, und ich nur mit Mühe einige besonders enthusiastische Fans davon überzeugen konnte, dass die Piratenflagge wirklich eine Leihgabe ist (Danke, Arne!) und dieses Exemplar definitiv unverkäuflich sei, wurde ich darüber informiert, dass wenige Minuten vor meiner Ankunft ein Autokorso mit dem Anschein nach der rechten Szene zu zuordnenden Passagieren den Theaterplatz umrundet, diesen aber Richtung Landtag wieder verlassen hätte.

Die mit mehrern Mannschaftswagen deutlich präsente Polizei beobachtete aus der Distanz das Geschehen und machte jederzeit den Eindruck die Lage voll im Griff zu haben.

Die von einem demokratischen Bündnis angemeldete Demo begann gegen 19:00 auf der Augustbrücke, in Sichtweite des Theaterplatzes, wo ich mich dann auch pünktlich zum 2. Redner einfand. ;)

Dabei waren DGB, Linke, SPD, Julis, Grüne, PIRATEN und.. man glaubt es kaum.. die Junge Union.

Prof. Dr. Werner J. Patzelt, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Systeme und Systemvergleiche an der TU-Dresden betonte den demokratischen Standpunkt, dass die Meinungsfreiheit zwar zu respektieren ist, aber nicht jede Meinung unwidersprochen hingenommen werden darf.

Kein Fußbreit den Faschisten.

Etwas befremdet, aber nicht völlig überrascht nahm ich zur Kenntnis,
dass sich einige der Demoteilnehmer ernsthaft darüber wunderten, dass
die PIRATEN an dieser Demo teilnehmen. Einige junge Frau sagte mir sie
hätte uns eher auf der anderen Seite vermutet. WTF.

Glücklicherweise konnte ich sie unter Hinweis auf unsere Satzung recht
schnell davon überzeugen, dass wir faschistische und totalitäre
Bestrebungen strikt ablehnen.

Trotzdem wurde ich insbesondere von der linken Jugend (solid) noch mit teils heftiger Kritik belegt, die die mangelnde öffentliche Abgrenzung zu Revisionisten und Nazis zum Inhalt hatte. Überreichte Flyer wurden von dieser Gruppe entweder garnicht erst angenommen oder demonstrativ ungelesen fallen gelassen.

Sei’s drum, man kann es nicht jedem recht machen.

Der grüne Landtagsdirektkandidat Lichdi belehrte mich nach einer wenig
respektvollen Begrüßung seinerseits dann noch über die angebliche
Tatsache, daß Parteiwerbung auf Bündnis-Veransaltungen ein NoGo sei, das ich zu unterlassen habe.

Trotz der zahlreich präsentierten Parteifahnen z.B. auch der Grünen,
respektierte ich dies und stellte zumindest die Flyerverteilung umgehend ein.

Es wurden noch angegammelte Äpfel verteilt, die dann symbolisch zm
Abschluß der Demo in der Elbe versenkt wurden.
Die zahlreichen Möwen hat’s gefreut.

Pünktlich zur Versammlungsauflösung und dem geplanten Beginn des
Nazi-Blitzmobs öffnte der Himmel dann seine Schleusen, als ob das große Spaghettimonster höchstpersönlich den Nazis seine Aufwartung machen wolle.

Die Demo löste sich darauf hin schneller als erwartet auf, und die Teilnehmer verschwanden in Richtung Schloßhof, weg vom Theaterplatz.

Alle Teilnehmer?

Nein!
Eine recht große Gruppe wind- und wetterfester Piraten und Freibeutern kaperte spontan das Johann-Denkmal und trotz sintflutartigem Wolkenbruch und Windstärke “gefühlt zweistellig”, wehte pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt vom für den Nazi-Totenkult auserkorene Denkmal statt braunen
Gestank - die Piratenflagge!

Dresden 1 : Nazis 0

:D

Die nun doch noch verspätet und in kleinen Grüppchen anrückenden Hess- und Hass-Liebhaber machten ob der zig-fachen Übermacht auf dem Absatz kehrt und verkrümelten sich dahin wo sie hergekommen waren.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Ein recht kräftiger, schwarz-uniformierter Glatzkopf pöbelte herum und
verpasste einem der unseren einen Tritt dahin wo es richtig weh tut.

Die sehr aufmerksame Polizei schritt sofort ein und nahm den Täter und
seinen Begleiter umgehend fest:

Alles in allem war es eine gelungene Aktion, auch wenn ich einen Moment lang wirklich Mühe hatte die ebenfalls anwesenden, potentiell
gewaltbereiten Antifas davon abzuhalten, den Nazis als Retourkutsche für die begangene Körperverletzung eine Tracht Prügel zu verpassen.

Danke an alle die da waren, und gute Besserung an das einzige Opfer des Abends.

Möge die Macht mit Euch sein.

gruuß
midas

Piratenpartei Sachsen präsentiert ihre Kandidaten

In Sachsen treten insgesamt vier Kandidaten für die Piratenpartei zur Landtagswahl an: Christian Dahley, Michael Winkler, Mirco da Silva und Thomas Krohn (v.l.n.r.):

Die kandidaten der Piraten
Alle haben einzelne Seiten in diesem Blog. Jeder Interessent, jede Interessentin kann unter den Seiten Fragen oder Kommentare hinterlassen, die von den Kandidaten persönlich beantwortet werden.